Naturheilzentrum Stade

Thymus

Thymus Im Jahre 1560 beschrieb Andrea Vesalus als Erster den Thymus, aber es dauerte fast vier Jahrhunderte, bis Hammar im Jahre 1936 die Vermutung äußerte, dass die Thymusdrüse eine wichtige Rolle beim Immunsystem nach der Geburt spielt. Heute glaubt man, dass der Thymusdrüse eine Schlüsselrolle zukommt bei Entwicklung und Funktion des Immunsystems und der biologischen Verteidigungsmechanismen gegen Krebs und chronisch infizierten Zellen.
Vor dem Herzbeutel und hinter dem Brustbein befindet sich die Thymusdrüse (=Thymus). Sie wächst während der Kindheit und Pubertät heran und stellt mit dem Eintritt der Geschlechtsreife ihr Wachstum ein. Zwar bleibt ihre Größe bzw. ihr Gewicht im Verlauf des Lebens nahezu konstant, jedoch steigt das Körpergewicht weiter, und so verringert sich der relative Anteil des Thymus an die Gesamtkörpermasse. Außerdem wird das funktionierende Drüsengewebe allmählich in nutzloses Fettgewebe umgewandelt. Diesen natürlichen Alterungsprozess bezeichnet man als Involution des Thymus. Er bringt es leider mit sich, dass die spezifischen thymusabhängigen Abwehrfunktionen mit zunehmendem Alter immer stärker abnehmen.
Der Thymus ist ein Organ für die Ausbildung der Abwehr. Hier findet die Reifung und "Schulung" spezifischer Abwehrzellen, nämlich der verschiedenen T-Lymphozyten, statt.


Wirksamkeit von Thymus-Extrakten

Weltweit liegen über 10.000 Studien und Erfahrungsberichte über die therapeutische Anwendung von Thymuspräparaten vor. Daraus ergeben sich folgende Hinweise für die Wirksamkeit:

  • Thymusfaktoren regen im Knochenmark die Neubildung von Lymphozyten an und lassen sie zu funktionstüchtigen Abwehrzellen reifen.
  • Die im Organismus kreisenden Abwehrzellen werden aktiviert.
  • Ein gestörtes Gleichgewicht zwischen den verschiedenen Abwehrzellen wird ausgeglichen, etwa wenn ein Missverhältnis zwischen fördernden Helfer- und bremsenden Suppressor-Zellen besteht.
  • Die Verständigung der Abwehrzellen untereinander wird verbessert.

Bei Krebskranken lassen sich Thymusfaktoren erfolgreich als unterstützende und heilungsfördernde Behandlung einsetzen,

  • um das Immunsystem ständig auf hoher Leistungskraft zu halten und um es zu regenerieren,
  • um bei einer Chemo- oder Strahlentherapie Nebenwirkungen zu mindern und Schädigungen des Blutbildes und der Immunzellen zu minimieren.
  • um die Wirksamkeit anderer Behandlungen zu unterstützen und zu festigen,
  • um Beschwerden zu lindern und eine gute Lebensqualität zu erhalten.

Die Behandlung soll möglichst schon vor der Operation beginnen, um das Immunsystem leistungsfähig zu machen. Die meisten Krebspatienten haben dann schon ein Immundefizit.
In der Regel werden zwei Injektionen pro Woche gegeben. Bei Chemotherapien sollen etwa ab drei Tage vor bis drei Tage danach keine Extrakte gespritzt werden, weil die Zellgifte die durch Thymusinjektionen neu gebildeten Lymphozyten gleich wieder zerstören können.
Vorteilhaft kann bei der Behandlung ein Wechsel zwischen Thymus- und Mistelspritzen sein. Die Thymusfaktoren regen die Bildung neuer Abwehrzellen an, Mistellektine aktivieren sie dann. In schweren Krankheitsfällen können beide Präparate auch parallel eingesetzt werden.

Die Behandlung mit Thymusextrakten ist bei allen organbezogenen Tumorerkrankungen möglich. Bei systemischen Erkrankungen wie Leukämien oder Lymphomen ist Zurückhaltung geboten.

Die Nebenwirkungen beschränken sich meist auf lokale Reaktionen an der Einstichstelle (Rötungen, Juckreiz, kleine Schwellungen). Sehr selten sind allergisch bedingte Unverträglichkeiten.