Krebsdiät: Gibt es sie doch?
Zukunftschance für Krebstherapie
Aggressiver Krebs lebt von GlukoseÖl- und proteinreiche Diät lässt Krebszellen sterben
Neue Therapieformen durch die Entdeckung des TKL1-Enzyms
Im Dezember 2006 stellte der Diplom-Biologe Ralf Schierl anlässlich des Gesundheitskongresses Hessen in Hamburg ein neues Therapiekonzept bei bestimmten Tumorerkrankungen vor, das eine entscheidende Trendwende in der Krebstherapie hervorrufen könnte.
Das sogenannte TKTL-1 Ernährungskonzept beruht auf den aktuellen Ergebnissen der Tumorforschung, nach denen das Zuckermolekül Glucose bei bestimmten Krebsformen als alleiniger Treibstoff dienst und so die kontinuierliche Energieversorgung der Tumorzellen gewährleistet. Eine gezielt auf die Stoffwechselsituation dieser TKTL1-positiven Tumoren angepasste Ernährung könnte demnach einen Richtungswechsel in der Krebstherapie darstellen, betonte Schierl.
Bereits 1924 beschrieb der Nobelpreisträger Otto Heinrich Warburg einen veränderten und von Sauerstoff unabhängigen Stoffwechselweg zur Energieproduktion in Krebszellen. Erst 2005 rückte die These des "Warburg-Effekts" mit der Entdeckung des TKTL1-Enzyms und der damit veränderten Energiegewinnung in Tumoren in den Mittelpunkt der Forschung.

TEST AUF AGGRESSIVE KREBSZELLEN: Dr. Johannes Coy (links) und Dr. Peter Schubert vom Darmstädter Unternehmen R-Biopharm zeigen die Reaktion, die Tests an Gewebsschnitten ermöglicht. (Foto: Günther Jockel)
Wissenschaftliche Studien können nun belegen, dass besonders aggressive Tumorzellen zur Energieproduktion Glucose zu Milchsäure vergären,während gesunde Körperzellen diese in Anwesenheit von Sauerstoff zu Kohlendioxid und Wasser verstoffwechseln.
Des Weiteren entstehen durch den Gärungsstoffwechsel Resistenzen gegen üblicherweise verwendete Chemotherapeutika (Xu et al., 2005). Dadurch wird ermöglicht, dass Krebszellen aggressiv werden, in andere Gewebe eindringen und metatasieren.Auf diesen Erkenntnissen fundierend, entwickelte der Darmstädter Wissenschaftler Johannes Coy die TKTL1-Ernährungstherapie, bei der durch den gezielten Einsatz neuentwickelten Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index die Insulinausschüttung weitgehend vermieden wird und so aggressive Tumorzellen von der Glucoseversorgung abgekoppelt werden. Die innovativen und spezifisch auf den TKTL1-Stoffwechsel abgestimmten Lebensmittel gewährleisten eine ausreichende Nährstoff- und Energieversorgung des Patienten und wirken gleichzeitig einer häufig bei Krebserkrankungen auftretenden Tumorkachexie entgegen.
Mit der TKTL1-Ernährungstherapie könnte es erstmals sein, bestimmte Tumorerkrankungen mit Hilfe einer Ernährungsumstellung direkt zu beeinflussen, so Schierl zusammenfassend.
Des Weiteren entstehen durch den Gärungsstoffwechsel Resistenzen gegen üblicherweise verwendete Chemotherapeutika (Xu et al., 2005). Dadurch wird ermöglicht, dass Krebszellen aggressiv werden, in andere Gewebe eindringen und metatasieren.Auf diesen Erkenntnissen fundierend, entwickelte der Darmstädter Wissenschaftler Johannes Coy die TKTL1-Ernährungstherapie, bei der durch den gezielten Einsatz neuentwickelten Lebensmitteln mit einem niedrigen glykämischen Index die Insulinausschüttung weitgehend vermieden wird und so aggressive Tumorzellen von der Glucoseversorgung abgekoppelt werden. Die innovativen und spezifisch auf den TKTL1-Stoffwechsel abgestimmten Lebensmittel gewährleisten eine ausreichende Nährstoff- und Energieversorgung des Patienten und wirken gleichzeitig einer häufig bei Krebserkrankungen auftretenden Tumorkachexie entgegen.
Mit der TKTL1-Ernährungstherapie könnte es erstmals sein, bestimmte Tumorerkrankungen mit Hilfe einer Ernährungsumstellung direkt zu beeinflussen, so Schierl zusammenfassend.
Mit dem Anschalten der Vergärung in Krebszellen entstehen gleichzeitig Resistenzen gegenüber vielen Chemotherapeutika.
Das Wissen um die Art der Energiegewinnung wird schon seit Jahren therapeutisch von uns genutzt. Denn Krebszellen, die Glukose vergären, sind abhängig von der Glukoseversorgung als alleinigem Treibstoff". Es wurde nachgewiesen dass diese Tumorzellen absterben, sobald die Glukosevergärung unterbrochen ist.Krebspatienten mit Tumoren, die Glukose vergären, können nach Coys Erkenntnissen selbst gegen aggressive Tumore aktiv werden. Da diese nicht nur abhängig von der Glukoseversorgung sind, sondern auch Öle oder Fette nicht als Energiequelle nutzen können, kann man ihnen durch glukose- und kohlenhydratarme, dabei öl- und proteinreiche Ernährung das Leben erschweren.
Nähere Informationen und Beratung erhalten Sie unter Telefon: 04141/ 92 20 44